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Schülerwettbewerb „Eure Schule von morgen“

23. Juni 2016 - Die Schüler des 5. bis 7. Jahres der Sekundarschulen, des Teilzeitunterrichts und die Auszubildenden des Zentrums für Aus- und Weiterbildung des Mittelstands waren dazu aufgerufen worden, ihre Ideen zur idealen Schule von morgen einzureichen. Die vier besten Arbeiten wurden ausgezeichnet.

Schülerwettbewerb „Eure Schule von morgen“

„Oma Falter erzählt aus ihrer Schulzeit“ heißt eine Arbeit von Steffi Mobi, die das Robert-Schuman-Institut in Eupen besucht. Sie hat mehrere Schulsysteme kennenlernen dürfen und sich Gedanken über ein für sie ideales Schulsystem gemacht. Aus der Sicht von zwei Schülerinnen und einer Großmutter erzählt Steffi Mobi eine Geschichte, die im Jahr 2100 angesiedelt ist. Die Oma reflektiert darin über ihre Erinnerungen an die Schulzeit und ist erleichtert darüber, dass in der Gegenwart Nachprüfungen schon im Juni organisiert werden, dass den Abiturienten Freistunden für die Arbeit an Endarbeiten eingeräumt werden und dass man nicht mehr Sitzenbleiben kann, weil man in einem für den Studiengang unbedeutenden Nebenfach keine 50 % erreicht.

Clara Schlösser aus Raeren besucht die Pater-Damian-Sekundarschule in Eupen und hat eine Erörterung zur Schule von morgen geschrieben. Ihrer Meinung nach soll die Schule auf das Leben vorbereiten. Dazu gehört auch, dass digitale Medien und neue Technologien im Unterricht genutzt werden.

Wichtig ist daneben, dass die Lehrer im Team arbeiten, um bestimmte Themen, beispielsweise den Klimawandel, fächerübergreifend aufzuarbeiten. Außerdem sollte der Lernstoff eigenständig erarbeitet und nicht nur auswendig gelernt werden.

Die Tendenz zu einem immer fachspezifischeren Unterricht sollte zugunsten eines allgemeinbildenden Unterrichts gestoppt werden. In Zukunft kommt es nicht mehr auf Faktenwissen an, sondern darauf, komplexen Problemen mit immer neuen Ansätzen zu begegnen. Im Unterricht sollte auch Kunst, Musik und Literatur vermittelt werden, da diese Fächer die Basis unserer kulturellen Identität sind.

Die 5AA und 5AB des César-Franck-Athenäums Kelmis haben eine Gruppenarbeit eingereicht, in der Themen wie dynamischer Unterricht, lebendigere Schule, Technologie, und Wohl der Schüler behandelt werden. Einer der Vorschläge aus der Arbeit betrifft die Entwicklung eines Lehrerzeugnisses, das dem Lehrer Rückmeldung geben und ihn zu Verbesserungen anregen soll. Flexible Schulzeiten wünschen sich die Schüler und sinnvollen, praxisnahen Unterricht. „Bildung ist der Schatz jedes Einzelnen, den keiner ihm nehmen kann“, schließen die Preisträger.

Sieben Schüler des Französischkonversationsunterrichts im sechsten Jahr der Bischöflichen Schule St. Vith haben eine künstlerische Installation mit dem Titel « le grand nettoyage de printemps » erstellt. Die Arbeit besteht aus einer Ansammlung verschiedener Putzutensilien, deren Etiketten von den Schülern angepasst wurden. Sie schlagen nun Maßnahmen vor, wie das Wohlbefinden der Schüler gesteigert und wie das Sitzenbleiben abgeschafft werden kann und fordern, besser auf das Erwachsenenleben vorzubereiten und die allgemeine Organisation des Unterrichts zu verbessern. Und die Putzschwämme sind dazu da, alles Negative zu entsorgen, den Druck zu nehmen und Platz zu machen für neue Ideen.

 

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Schulwettbewerb 2016