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Fragen und Antworten

Mündliche Frage

11. April 2017 – Frage von P. Creutz-Vilvoye an Ministerin Weykmans betreffend die Pläne zu Leichtathletikbahnen in Eupen

In der aktuellen Ausgabe des Stadtmagazins „Eupen erleben“ wird berichtet, dass momentan Gespräche zwischen der IRMEP, der DG und der Stadt Eupen in Bezug auf die Nutzung des Stadions auf Schönefeld geführt würden. Ziel sei es, die Möglichkeit zur Anlegung einer neuen Tartanbahn auf dem Militärsportgelände der IRMEP zu schaffen. Können Sie uns diese Gespräche bestätigen? Inwiefern sind die Pläne vorangeschritten, die Leichtathletik-Infrastruktur in Eupen auf dem Gelände der IRMEP zu renovieren? Gibt es bisher Überlegungen, ob die Nutzung der militärischen Sport-Infrastruktur auf Schönefeld weitergeführt wird, falls die IRMEP ihren Standort in Eupen eines Tages schließen würde?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen.

Frage von Patricia Creutz-Vilvoye (CSP):

In der aktuellen Ausgabe des Stadtmagazins „Eupen erleben“ wird berichtet, dass momentan Gespräche zwischen der IRMEP, der DG und der Stadt Eupen in Bezug auf die Nutzung des Stadions auf Schönefeld geführt würden.
Ziel sei es, die Möglichkeit zur Anlegung einer neuen Tartanbahn auf dem Militärsportgelände der IRMEP zu schaffen.

Meine Frage hierzu:
• Können Sie uns diese Gespräche bestätigen?
• Inwiefern sind die Pläne vorangeschritten, die Leichtathletik-Infrastruktur in Eupen auf dem Gelände der IRMEP zu renovieren?
• Gibt es bisher Überlegungen, ob die Nutzung der militärischen Sport-Infrastruktur auf Schönefeld weitergeführt wird, falls die IRMEP ihren Standort in Eupen eines Tages schließen würde?


Antwort von Isabelle Weykmans (PFF), Ministerin für Kultur und Beschäftigung:

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen,
Ja, die Gespräche finden seit einigen Monaten sehr regelmäßig statt. Ich kann sogar behaupten, dass meine Mitarbeiter und die Verwaltung  in dieser Angelegenheit sehr aktiv sind. Ebenfalls kann ich ihnen bestätigen, dass  die Beratungen noch nicht abgeschlossen sind. Am Tisch sitzen  Vertreter der Verteidigung, der IRMEP, der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Stadt Eupen.
Ich möchte in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass die Deutschsprachige Gemeinschaft gemeinsam mit der Stadt Eupen bereits in der Vergangenheit mehrfach und so auch zuletzt am 29. Juni 2016 noch einmal offiziell in Form eines Schreiben an den Verteidigungsminister Steven Vandeput interveniert sind. In diesem Schreiben geht es um die aktuelle und künftige Situation des Königlich Militärischen Institutes KMILE und im Besonderen um die Nutzung  des König-Baudouin-Stadions, bzw. der Tartanbahn am Schönefelderweg. Die Stadt sowie die Regierung haben zum wiederholten Male unterstrichen, wie wichtig die IRMEP am Standort Eupen insgesamt ist und dass im Besonderen ein Interesse besteht, die Leichtathletikbahn langfristig zu nutzen. Diese Nutzung setzt jedoch voraus, dass Instandsetzungsarbeiten an der Bahn vorgenommen werden. Auch hier haben die Stadt und die Gemeinschaft zum wiederholten Male ihre Bereitschaft bekräftigt, unter notwendig rechtlich zu klärenden Bedingungen diese Investition zu tätigen. Denn, wie sie wissen, ist weder kurz- noch mittelfristig eine Investition von Seiten der Verteidigung am Standort geplant. Für die Verteidigung und die Stadt ist nach wie vor eine gemeinsame Nutzung der Anlage die beste Option.

• Inwiefern sind die Pläne vorangeschritten, die Leichtathletik-Infrastruktur in Eupen auf dem Gelände der IRMEP zu renovieren?
Die Antwort auf diese Frage finden Sie zum Teil in meiner Beantwortung Ihrer ersten Frage, da die mögliche Investition der Hintergrund der Gespräche ist. Die Renovierungspläne der Leichtathletik-Infrastruktur in Eupen auf dem Gelände der IRMEP hängen hauptsächlich von den Vorschlägen der Verteidigung ab. Diese bestimmen, in welcher Form eine Einigung zwischen der Verteidigung und der Stadt zustande kommen kann.
Ein Aspekt ist in diesem Zusammenhang sehr relevant für die Stadt Eupen nämlich, dass mögliche zukünftige Investitionen der Stadt Eupen in die Sportinfrastruktur mit der finanziellen Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft über das Infrastrukturdekret erfolgen können. 

• Gibt es bisher Überlegungen, ob die Nutzung der militärischen Sport-Infrastruktur auf Schönefeld weitergeführt wird, falls die IRMEP ihren Standort in Eupen eines Tages schließen würde?
Die Verteidigung möchte das Areal weiterhin nutzen. Da es zum aktuellen Zeitpunkt keine Entscheidung zur möglichen Schließung der Kaserne IRMEP gibt, kann ich Ihnen auf diese Frage keine Antwort geben, da sich zu dieser Frage die Verteidigung nicht geäußert hat.

 

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