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Fragen und Antworten

Mündliche Frage

17. Januar 2018 – Frage von L. Scholzen an Minister Antoniadis zur Fusion KITZ und SPZ

Zum 01. Januar 2018 haben das Kindertherapiezentrum (KITZ) und das Sozial-psychologische Zentrum (SPZ) fusioniert. Ziel ist die Verbesserung der multiprofessionellen Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Das KITZ wurde somit in das Dienstleistungsangebot der DG integriert um einen Mehrwert für die Nutznießer zu schaffen. Nun ist uns in verschiedenen Fällen mitgeteilt worden, dass Therapiesitzungen des KITZ nicht mehr an den Samstagen wahrgenommen werden können. Die Therapien würden folglich nur noch an normalen Wochentagen organisiert und müssen somit während der regulären Schulzeit in Anspruch genommen werden. Meine Frage hierzu: ist diese Information korrekt und wenn dem so ist, wieso wurde diese Entscheidung getroffen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen.

Frage von Liesa Scholzen (ProDG):
 
Zum 01. Januar 2018 haben das Kindertherapiezentrum (KITZ) und das Sozial-psychologische Zentrum (SPZ) fusioniert. Ziel ist die Verbesserung der multiprofessionellen Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Das KITZ wurde somit in das Dienstleistungsangebot der DG integriert um einen Mehrwert für die Nutznießer zu schaffen.
Nun ist uns in verschiedenen Fällen mitgeteilt worden, dass Therapiesitzungen des KITZ nicht mehr an den Samstagen wahrgenommen werden können. Die Therapien würden folglich nur noch an normalen Wochentagen organisiert und müssen somit während der regulären Schulzeit in Anspruch genommen werden.
 
Meine Frage hierzu: ist diese Information korrekt und wenn dem so ist, wieso wurde diese Entscheidung getroffen?
 
Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:
 
Nachdem das Kindertherapiezentrum KITZ im Rahmen der 6. Staatsreform an die DG übertragen wurde, haben die Verantwortlichen aus KITZ und SPZ beschlossen, zu fusionieren.
Seit dem 1. Januar 2018 gibt es nun einen neuen Dienst mit einem neuen Therapieangebot.
Der neue Dienst ist vertraglich dazu verpflichtet, seine Öffnungszeiten so zu regeln, dass auch Berufstätige mindestens 2 Mal pro Woche außerhalb der Bürozeiten Beratung und Therapie in Anspruch nehmen können.
Der neue Dienst hat seine Öffnungszeiten inzwischen angepasst. Diese wurden vom Verwaltungsrat festgelegt und nicht vom Ministerium, da es bei der Einrichtung um eine unabhängige VoG handelt.
Auf Nachfrage über die Änderung der Öffnungszeiten erhielt ich folgende Begründungen für die Entscheidung des Verwaltungsrates:
Im ehemaligen KITZ gab es keine einheitliche Regelung für die Organisation des Therapieangebots am Samstag. Diese Sitzungen wurden nur von einer kleinen Gruppe Mitarbeitern angeboten. Die Mehrheit der Beschäftigten haben jedoch den Wunsch geäußert, dass samstags keine Sitzungen mehr stattfinden.
Laut Einrichtung soll die Zahl der Therapiestunden am Samstag bereits beim KITZ rückläufig gewesen sein.
Das Samstagsangebot wurde bis zum 31.12.2017 nur noch von 8 Familien wahrgenommen. Der Stundenplan des neuen Dienstes ist an den 5 Arbeitstagen flexibel. Es besteht somit die Möglichkeit, Termine nach der Schule oder mittwochs nachmittags zu vereinbaren. Die Therapiesitzungen können also auch nach 18 Uhr stattfinden.
Die Einrichtung teilte mir mit, derzeit keine negative Rückmeldung von Eltern vorliegend zu haben.
Dass der Dienst samstags keine Kunden empfängt, ist übrigens nicht ungewöhnlich. Auch das frühere SPZ, Prisma, die Frühhilfe und Kaleido, die allesamt mit Eltern und Kindern arbeiten, haben nur in der Woche geöffnet.
Trotzdem sollten Dienstleistungen kundenfreundlich und in diesem Fall familienfreundlich sein. Deshalb wird die Regierung beim nächsten Begleitausschuss mit den Verantwortlichen des Dienstes über diese Problematik sprechen. 
Falls der Bedarf an Samstagstherapie  effektiv erweisen sollte, könnte dies auch eine Anpassung des Vertrags zwischen der Regierung und Einrichtung zur Folge haben.
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