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Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 291

17. Juli 2018 – Frage von H. Grommes an Herrn Minister Antoniadis zur internen Weitergabe von Straßen- und Ortsbezeichnungen im Bereich der medizinischen Notfallhilfe

Bei Anruf des medizinischen Notdienstes „112“ werden Angaben zur genauen Ortsbestimmung – beispielsweise bei einem Unfall – innerhalb des Dienstes nicht immer eindeutig weitergegeben, weil einige neue Straßennamen immer noch den Altgemeinden zugeordnet werden. So kann es vorkommen, dass der Rettungswagen zunächst nach Lommersweiler fährt, obschon er nach Schlierbach hätte fahren müssen (oder nach Crombach anstatt nach Hünningen, das zur Altgemeinde Crombach gehörte). Dadurch entstehen Verzögerungen beim Eintreffen des Rettungswagens am Unfallort. Deshalb meine Fragen an Sie: Ist der Regierung der DG dieses Problem bekannt? Besteht das Problem gleichermaβen in der Eifel wie im Eupener Land? Was hat die Regierung zur Lösung des Problems der korrekten, nicht irreführenden Weitergabe der Ortsbezeichnungen (sprich ohne den Namen der Altgemeinde) unternommen? Was gedenkt sie zu unternehmen, falls sie bisher noch nicht aktiv geworden ist?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.
 
Frage von Herbert Grommes (CSP) vom 2. Juli 2018:
 
Bei Anruf des medizinischen Notdienstes „112“ werden Angaben zur genauen Ortsbestimmung – beispielsweise bei einem Unfall – innerhalb des Dienstes nicht immer eindeutig weitergegeben, weil einige neue Straßennamen immer noch den Altgemeinden zugeordnet werden.
So kann es vorkommen, dass der Rettungswagen zunächst nach Lommersweiler fährt, obschon er nach Schlierbach hätte fahren müssen (oder nach Crombach anstatt nach Hünningen, das zur Altgemeinde Crombach gehörte).
Dadurch entstehen Verzögerungen beim Eintreffen des Rettungswagens am Unfallort.
 
Deshalb meine Fragen an Sie:
1. Ist der Regierung der DG dieses Problem bekannt? Besteht das Problem gleichermaβen in der Eifel wie im Eupener Land?
2. Was hat die Regierung zur Lösung des Problems der korrekten, nicht irreführenden Weitergabe der Ortsbezeichnungen (sprich ohne den Namen der Altgemeinde) unternommen? Was gedenkt sie zu unternehmen, falls sie bisher noch nicht aktiv geworden ist?
 
Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:
 
Die Notrufzentrale arbeitet für die geografische Lokalisierung und die Ortsbestimmungen der Noteinsätze mit der Firma CityGIS zusammen.
CityGIS bietet die Lösung zur Lokalisierung an, wobei die Pflege der Karten, darunter die Aktualisierung der Namensänderungen, von spezialisierten Unternehmen für Kartografie, darunter „TomTom“, vorgenommen werden.
Die von Ihnen angesprochene Problematik kann dann eintreten, wenn Änderungen von Straßennamen
(1) seitens der Gemeinden nicht mitgeteilt wurden;
(2) das Kartografieunternehmen diese noch nicht einpflegen konnte, bzw.
(3) der Notdienst 112 das Kartensystem anhand des Updates noch nicht aktualisieren konnte.
Es gilt zu erwähnen, dass das Update der Notrufzentrale seitens CityGIS zwei bis dreimal jährlich zur Verfügung gestellt wird. Demnach besteht aus technischen Gründen durchaus eine gewisse Fluktuationszeit zwischen dem Moment an dem die Gemeinde die Änderungen meldet und dem Zeitpunkt an dem die Notrufzentrale das Update schlussendlich aufspielt.
Über diese Thematik haben wir mit der Notrufzentrale bereits in den vergangenen Jahren austauschen können.
Dabei sollte man keineswegs denken, dass sich diese Problematik rein auf das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft begrenzt. So hat die Notrufzentrale im vergangenen Jahr alle Gemeinde angeschrieben, mit dem Ziel die Zeitschiene zwischen der Namensänderung der Straße und dem aufspielen des neusten Updates bei der Notrufzentrale zu verkürzen.
Denn in der Vergangenheit wurde unter anderem ersichtlich, dass Änderungen häufig seitens der Notrufzentrale mitgeteilt wurden, obschon diese beim eingangs erwähnten Unternehmen für Kartografie zu melden waren. Darüber hinaus waren die Formate der Mitteilung nicht selten von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. So wurden einerseits lediglich Textdateien zugestellt, andererseits Printscreens von Googlemaps.
Bilanzierend lässt sich festhalten, dass durch die Schreiben an die Gemeinden bereits eine Optimierung stattgefunden hat.
Die genaue Lokalisierung des Einsatzortes ist darüber hinaus ebenfalls ein wichtiger Teil der Fragestellungen, die der Operator im Rahmen eines Notrufs aufgreift. Kommt es zu Unklarheiten in Bezug auf den genauen Standort, so werden diese hinterfragt. Nicht selten kommt es vor, dass die genaue Standortbestimmung anhand von markanten Gebäuden oder Monumenten wie beispielsweise Denkmälern oder Kirchen erfolgt.
Die Notrufzentrale ist sich der Problematik um die genaue Standortbestimmung durchaus bewusst und ist stets darum bemüht, das Einsatzt
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