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Fragen und Antworten

Mündliche Frage

13. September 2018 – Frage von G. Freches an Minister Mollers zur Ausbreitung des Wifo-Netzwerkes

[…] Durch die Schaffung von Wifo entstand für Ostbelgien ein Netzwerk mit 2 international renommierten Universitäten, der Universität Köln und der KU Leuven. Wir befinden uns nun bereits im 2. Geschäftsjahr der Informations- und Beratungsstelle, die seit letztem Jahr aktiv Projekte betreut und vermittelt. So auch im Bereich Politik. […] Da das Kooperationsabkommen zurzeit nur 2 Universitäten umfasst, wäre es in unseren Augen sinnvoll, dieses Netzwerk strukturell mit in- und ausländischen Universitäten zu erweitern. […] Meine Fragen nun hierzu, werter Herr Minister: Ist Wifo im Austausch mit anderen Universitäten und Hochschulen auf neue potentielle Partneruniversitäten für das Netzwerk gestoßen, die für eine direktere Zusammenarbeit in Frage kämen? Falls eine Verstärkung des Netzwerkes ins Auge gefasst wurde, so stellten wir uns die Frage, ob bereits ein Kontakt zur Universität Luxemburg stattgefunden hat? Diese Universität ist bekannt für ihre Forschungsexzellenz und hat sich als international relevante europäische Forschungsuniversität etabliert. Oder gar in Richtung Rheinland-Pfalz, und präziser zur Universität Trier, die ebenfalls einen hervorragenden Ruf im Forschungsbereich genießt?

Die nachfolgend veröffentlichten Fragen und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen.
 
Frage von Gregor Freches (PFF):
 
„Ein Projekt in Sicht? WifO unterstützt Sie gerne!“ – so lautet der Aufruf auf der Website der „Wissenschaft für Ostbelgien“, kurz Wifo – eine Koordinationsstelle, die Beratung und Begleitung wissenschaftlicher Projekte sowohl für private Betriebe als auch für öffentliche Einrichtungen in Ostbelgien anbietet. Denn durch die Schaffung von Wifo entstand für Ostbelgien ein Netzwerk mit 2 international renommierten Universitäten, der Universität Köln und der KU Leuven.
Wir befinden uns nun bereits im 2. Geschäftsjahr der Informations- und Beratungsstelle, die seit letztem Jahr aktiv Projekte betreut und vermittelt. So auch im Bereich Politik. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir erinnern uns an den Bürgerdialog zum Thema Kinderbetreuung, der von der KU Leuven wissenschaftlich begleitet wurde.
Da das Kooperationsabkommen zurzeit nur 2 Universitäten umfasst, wäre es in unseren Augen sinnvoll, dieses Netzwerk strukturell mit in- und ausländischen Universitäten zu erweitern. Insbesondere wenn es um den Aspekt Forschung, Innovation und wissenschaftliches Know-How geht und Wifo als Bindeglied zwischen Ostbelgiern und Experten an den Unis fungieren soll.
Meine Fragen nun hierzu, werter Herr Minister:
 
­- Ist Wifo im Austausch mit anderen Universitäten und Hochschulen auf neue potentielle Partneruniversitäten für das Netzwerk gestoßen, die für eine direktere Zusammenarbeit in Frage kämen?
­- Falls eine Verstärkung des Netzwerkes ins Auge gefasst wurde, so stellten wir uns die Frage, ob bereits ein Kontakt zur Universität Luxemburg stattgefunden hat? Diese Universität ist bekannt für ihre Forschungsexzellenz und hat sich als international relevante europäische Forschungsuniversität etabliert. Oder gar in Richtung Rheinland-Pfalz, und präziser zur Universität Trier, die ebenfalls einen hervorragenden Ruf im Forschungsbereich genießt?
 
Antwort von Harald Mollers (ProDG), Bildungsminister:
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
Werte Kolleginnen und Kollegen,
 
der Projektvertrag zwischen den drei Gründungspartnern wurde für vier Jahre abgeschlossen für die Laufzeit vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2019. Eine Ausweitung würde ich, das sage ich gleich vorweg, befürworten, diese ist jedoch grundsätzlich  mit den Partnern zu besprechen. Am 8. Oktober 2018 wird der Begleitausschuss tagen. Hauptthema wird die weitere Arbeitsweise von  WifO sein, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die bisherige Koordinatorin gekündigt hat und die Stelle zurzeit nicht besetzt ist. Im Vordergrund des Treffens wird also die Evaluierung des bisherigen Projekts und die weitere Zusammenarbeit stehen. In diesem Zusammenhang kann natürlich über die mögliche Ausweitung des Projekt nachgedacht werden. Kontakte zu den Universitäten in Trier und Luxemburg hatte WifO noch nicht. Allerdings pflegt die Regierung gute Kontakte zu Rheinland-Pfalz und Luxemburg. Im Oktober 2016 haben wir beispielsweise ein Abkommen mit der HWK Trier unterzeichnet, das Bidiplomierungen ermöglicht.
 
Die Beziehungen zu den Universitäten in Luxemburg und Trier beschränken sich zurzeit noch auf den Ausbildungs- und Bildungsbereich. So absolvieren Teilnehmer der Zusatzausbildung zur Erlangung des CAP+ ihre fachdidaktische Ausbildung, insbesondere in den MINT-Fächern, an der Universität Trier. Mit der Universität Luxemburg stehen wir unter anderem im Bereich des Bildungsmonitorings im Austausch. Um den Bedürfnissen der ostbelgischen Unternehmen gerecht zu werden und Kooperationen in der praxisorientierten Forschung zu ermöglichen, hat WifO jedoch bereits Kontakte zu anderen Hochschuleinrichtungen geknüpft. So hat sich die Koordinatorin mit den Hochschulen vom Löwener Hochschulverbund KU Leuven Associatie in Verbindung gesetzt.
 
In einem Treffen mit UC Leuven-Limbourg (UCLL) und Odisee wurden erste Möglichkeiten der Zusammenarbeit sondiert. Regelmäßige Beziehungen hat die Koordinatorin von WifO insbesondere zur Vertretung der FH Aachen gepflegt. Wie Sie wissen, ist die FH Aachen mit einer permanenten Kontaktstelle in Ostbelgien präsent, um den Innovationstransfer der FH Aachen in Ostbelgien zu gewährleisten. Sie bietet ostbelgischen Unternehmen nicht nur den Zugang zu Wissenschaft und der angewandten Forschung und Entwicklung an.
Sie strebt auch nach engen, praxisorientierten Partnerschaften mit hiesigen Unternehmen, sei es im Rahmen der dualen Ausbildung, durch praxisorientierte Abschlussarbeiten, die in hiesigen Unternehmen geschrieben werden können, oder durch Auftragsuntersuchungen und Stipendienprogramme. Darüber hinaus organisiert die FH Aachen in regelmäßigen Abständen in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft unter dem Namen ‚EarlyBirds Technology Breakfast‘ Netzwerktreffen in Ostbelgien.
 
Kontakte zwischen hiesigen Akteuren und Hochschulen und Universitäten bestehen natürlich auch unabhängig vom WifO Netzwerk. So arbeitet das ZAWM Eupen im Rahmen des Interreg-Projekts Garage 4.0 zum Beispiel nicht nur mit der bereits erwähnten UC Leuven-Limburg, sondern auch mit dem Arcus College in den Niederlanden und der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion der TH Köln zusammen.
 
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

 

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