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Fragen und Antworten

Mündliche Frage

12. September 2018 – Frage von C. Servaty an Minister Antoniadis zur Seniorenbrücke

In diesem Hause wurden Sie vor der Sommerpause nach Ihrer Meinung zu einer Senioren-Olympiade in Ostbelgien befragt. In Ihrer Antwort sprachen Sie von einem anderen, innovativen und spannenden Projekt, das Jung und Alt zusammenbringt. Die Rede ist von der Seniorenbrücke Ostbelgien, die erstmals in Ostbelgien in Zusammenarbeit mit dem Alten- und Pflegewohnheim Sankt Joseph in Eupen und mit der Oberstädter Grundschule gestartet wurde. Sie sprachen ebenfalls von einer öffentlichen Vorstellung des Projektes im Herbst und Ihrer Vorstellung, dieses nach Bedarf allen Einrichtungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft anzubieten. Hierzu meine Fragen: ­Wann können wir mit einer öffentlichen Vorstellung des Projektes rechnen? Welche anderen Schritte zur Ausdehnung der Generationsbrücke Ostbelgien haben Sie bereits in Erwägung gezogen?

Die nachfolgend veröffentlichten Fragen und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen.
 
Frage von Charles Servaty (SP):
 
In diesem Hause wurden Sie vor der Sommerpause nach Ihrer Meinung zu einer Senioren-Olympiade in Ostbelgien befragt. In Ihrer Antwort sprachen Sie von einem anderen, innovativen und spannenden Projekt, das Jung und Alt zusammenbringt. Die Rede ist von der Seniorenbrücke Ostbelgien, die erstmals in Ostbelgien in Zusammenarbeit mit dem Alten- und Pflegewohnheim Sankt Joseph in Eupen und mit der Oberstädter Grundschule gestartet wurde.
Sie sprachen ebenfalls von einer öffentlichen Vorstellung des Projektes im Herbst und Ihrer Vorstellung, dieses nach Bedarf allen Einrichtungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft anzubieten.
 
Hierzu meine Fragen:
­- Wann können wir mit einer öffentlichen Vorstellung des Projektes rechnen?
­- Welche anderen Schritte zur Ausdehnung der Generationsbrücke Ostbelgien haben Sie bereits in Erwägung gezogen?
 
Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:
 
Jung und Alt zusammenbringen, das Verständnis füreinander fördern und voneinander lernen. Das sind für mich wichtige Schritte, wenn es um den Zusammenhalt in der Gesellschaft geht.
Aus diesem Grund haben wir die „Generationsbrücke Ostbelgien“ gegründet. Dieses Projekt haben wir nicht erfunden, sondern beim Blick über den Tellerrand aus Deutschland importiert. Genauer gesagt aus dem Aachener Marienheim, wo eine kleine Initiative mittlerweile in ganz Deutschland sowie im Ausland im wahrsten Sinne des Wortes Schule macht. Die Rede ist von der „Generationsbrücke Deutschland“. Empfohlen wurde mir das Projekt vor einigen Jahren vom damaligen Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, der als Botschafter fungierte. Inzwischen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Aufgabe übernommen.
Nicht nur ich war vom Projekt in Aachen begeistert. Auch die Verantwortlichen des Seniorenwohnheims St. Joseph und der SGO Eupen haben von Anfang an Interesse bekundet, die Generationsbrücke in Ostbelgien aufzuschlagen.
Bei  diesem Begegnungsprojekt  profitieren die Kinder vom Wissensschatz der Senioren und erfahren mehr über gesellschaftliche Werte wie Mitmenschlichkeit, Toleranz und Respekt. Sie lernen, dass das Älterwerden, Pflegebedarf, Demenz und auch der Tod zum Leben gehören. Aber auch für die Senioren ist der Austausch eine große Bereicherung. So werden sie durch die ansteckende Lebendigkeit der Kinder angeregt, erfahren eine besondere Abwechslung im Heimalltag und werden gestärkt in das gesellschaftliche Umfeld integriert. Hier entstehen generationsübergreifende Freundschaften.
Der erste Teil des Projektes wurde im Sommer beendet. Jedes Kind hat sich im Juni von „seinem“ Senior verabschiedet. Die Verantwortlichen haben mir jedoch mitgeteilt, dass auch über den Projektrahmen hinaus Kontakte stattfinden beziehungsweise stattgefunden haben.
Ende Oktober wird es in der gleichen Konstellation eine 2. Auflage geben. Denn schon jetzt ist klar: die Generationsbrücke Ostbelgien ist ein voller Erfolg. Für alle Beteiligten! Uns schwebt daher eine Ausweitung des Projektes vor.
Wir werden die Initiative deshalb in Kürze vorstellen und bewerben.
Ich möchte mich bei allen, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben, herzlich bedanken.
 
Zahlen und Informationen zur Generationsbrücke
2 Schulklassen (2. Und 4. Schuljahr) der SGO Eupen haben mit je 10 Schülern am Projekt teilgenommen. Jeder Schüler oder jede Schülerin hat mit einem Bewohnerpartner des Seniorenwohnheims St. Joesph ein Binom gebildet. Die Treffen haben einmal pro Monat über das gesamte Schuljahr 2017-2018 stattgefunden. In der Schule gibt es eine „Bastelwand“, an die die Ergebnisse der Bastelarbeiten der Treffen angebracht werden.
 
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