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Fragen und Antworten

Mündliche Frage

4. Oktober 2018 – Frage von M. Niessen an Minister Mollers bezüglich des Zugangs zur Ausbildung zum Kindergärtner

Seit der Einführung der Ausbildung zum Kindergartenhelfer durch das ADG wollen verständlicherweise auch mehr und mehr Absolventen die Arbeti im Kindergarten zu ihrem Beruf machen. Wenn auch der Mangel an Kindergärtnern in Ostbelgien längst nicht die Ausmaße des Lehrermangels erreicht hat, kann uns nur daran gelegen sein, diese Entwicklung zu fördern – zumal die Kindergartenhelfer nach mehreren Monaten Praktikum im Kindergarten eine doch sehr genaue Vorstellung davon haben sollten, ob die Arbeit im Kindergarten ihnen tatsächlich liegt. Nun habe ich im Gespräch mit ehemaligen Kindergartenhelfern erfahren müssen, dass sich zwar relativ viele Absolventen des Praktikums zum Studium an der AHS bewerben, zumindest in diesem Jahr jedoch nur ein Bruchteil davon tatsächlich angenommen wurde. Daher folgende Fragen, Herr Minister: Ist der gerade gestartete Jahrgang des Studiengangs Kindergärtner voll besetzt? Wie viele Kindergartenhelfer haben dieses Jahr an den Zugangsprüfungen für das Studium teilgenommen? Erlaubt die Aufnahmeprüfung Rückschlüsse darauf, in welchen Wissensgebieten bei den Kandidaten Nachholbedarf besteht?

Die nachfolgend veröffentlichten Fragen und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen.
 
Frage von Marc Niessen (Ecolo):
 
Seit der Einführung der Ausbildung zum Kindergartenhelfer durch das ADG wollen verständlicherweise auch mehr und mehr Absolventen die Arbeti im Kindergarten zu ihrem Beruf machen.
Wenn auch der Mangel an Kindergärtnern in Ostbelgien längst nicht die Ausmaße des Lehrermangels erreicht hat, kann uns nur daran gelegen sein, diese Entwicklung zu fördern – zumal die Kindergartenhelfer nach mehreren Monaten Praktikum im Kindergarten eine doch sehr genaue Vorstellung davon haben sollten, ob die Arbeit im Kindergarten ihnen tatsächlich liegt.
Nun habe ich im Gespräch mit ehemaligen Kindergartenhelfern erfahren müssen, dass sich zwar relativ viele Absolventen des Praktikums zum Studium an der AHS bewerben, zumindest in diesem Jahr jedoch nur ein Bruchteil davon tatsächlich angenommen wurde.
 
Daher folgende Fragen, Herr Minister:
­- Ist der gerade gestartete Jahrgang des Studiengangs Kindergärtner voll besetzt?
­- Wie viele Kindergartenhelfer haben dieses Jahr an den Zugangsprüfungen für das Studium teilgenommen?
­- Erlaubt die Aufnahmeprüfung Rückschlüsse darauf, in welchen Wissensgebieten bei den Kandidaten Nachholbedarf besteht?
 
Antwort von Harald Mollers (ProDG), Bildungsminister:
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender,
Werte Kolleginnen und Kollegen,
 
ich habe die Frage des Kollegen Niessen zum Anlass genommen, bei der AHS nachzufragen.
Der Direktor der AHS teilte mir mit, dass ursprünglich alle 15 Plätze für das Lehramt Kindergarten vergeben wurden, 2 Personen jedoch Ende August 2018 abgesagt hätten.
Somit befinden sich am 1. Oktober 2018 offiziell 13 Studenten im 1. Studienjahr im Lehramt Kindergarten.
Daraus schlussfolgere ich zunächst einmal, dass die AHS nicht alle Studienplätze besetzt hat.
Dies ist umso bedauerlicher, als dass es nach Angaben des Direktor insgesamt 34 Anwärter für das Lehramt Kindergarten gab.
Dies stellt eine vergleichsweise große Menge Kandidaten dar.
Da bei der Anmeldung zur Zugangsprüfung nicht danach gefragt wird, ob der Kandidat als Kindergartenhelfer gearbeitet hat, konnte die Direktion der AHS dazu keine Angaben machen.
Da es hier also auf mehreren Ebenen Klärungsbedarf gibt, habe ich das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Konzertierungsversammlung mit der AHS setzen lassen, die am 24. Oktober stattfinden wird.
 
Noch ein Wort zur Aufnahmeprüfung:
Die Aufnahmeprüfung ermöglicht nach Aussage des Direktors keine detaillierten Rückschlüsse auf Wissenslücken, da diese individuell sehr unterschiedlich sind.
Die AHS teilte mir mit, dass keines der drei geprüften Fächer – Deutsch, Französisch und Mathematik – besonders durch schlechte Prüfungsergebnisse hervorsticht. Etliche Kandidaten hätten vielmehr in mehreren Fächern Schwierigkeiten.
Ich werde auch hier den Direktor bitten, konkretes Zahlenmaterial vorzulegen.
Die AHS hat in der Vergangenheit, u.a. bei Anhörungen im Ausschuss III, immer wieder betont, dass die Aufnahmeprüfung dazu diene, die Studierfähigkeit der Kandidaten zu testen, nicht jedoch ihre Berufseignung.
Auch darüber werden wir noch einmal mit der AHS austauschen.
In der Tat gibt es zum Beginn des Schuljahres zwar keinen Mangel an Kindergärtnern, dennoch halte ich es für sinnvoll, eine maximale Anzahl an Interessenten für dieses Studium zu gewinnen, da ja nicht auszuschließen ist, dass einige von ihnen anschließend noch ein einjähriges Brückenstudium zum Primarschullehrer in Angriff nehmen.
Denn in unseren Primarschulen herrscht sehr wohl ein gravierender Lehrermangel.
 
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
 
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