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Fragen und Antworten

Mündliche Frage

10. April 2019 – Frage von C. Servaty in Bezug auf die „Zeckenkampagne“ der Deutschsprachigen Gemeinschaft

­Plant die Regierung auch dieses Jahr eine Zeckenkampagne?

Die nachfolgend veröffentlichten Fragen und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen.

Frage von C. Servaty (SP)

Letztes Jahr startete das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft erstmals eine „Zeckenkampagne“. Diese Kampagne hat dem Vernehmen nach Früchte getragen. In der  Beantwortung einer schriftlichen Frage der Kollegin Jadin vom 6. Dezember 2018 teilten sie mit, dass die Zahl der Zeckenbisse in den letzten Jahren rückläufig ist. So führten Sie aus, dass 2016 noch 63 Zeckenbisse auf der Plattform tiquesNet.be gemeldet wurden, wohingegen es in 2018 nur noch 23 waren.

Letztlich las ich in einem Artikel, dass die „Zeckenzeit“ schon in Kürze wieder anfängt. Und in der laufenden Woche haben bekanntlich die Osterferien in Ostbelgien begonnen. Während dieser zwei freien Wochen ist es üblich, dass die ersten Gartenarbeiten realisiert werden und die Kinder von den freien Tagen in unserer schönen Natur profitieren. Indem die Menschen sich vermehrt in Wald und Wiesen aufhalten, steigt auch die potenzielle Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden.

Vor diesem Hintergrund lauten meine Fragen:

  • ­Plant die Regierung auch dieses Jahr eine Zeckenkampagne?
  • ­ Wenn dem so ist, wann beginnt die Sensibilisierungsarbeit in den Medien und wie wird diese gestaltet?
  • ­ Ist es angedacht, diese Sensibilisierungskampagne von nun an jedes Jahr zu wiederholen?


Antwort von Minister A. Antoniadis

Effektiv starteten wir in 2018 erstmalig die Zeckenpräventionskampagne in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, die zur rechten Zeit über die potentielle Zeckengefahr aufklärt. Bereits im vergangenen Jahr hat die Kampagne zu rückläufigen Zahlen geführt. Da wir davon überzeugt sind, dass Prävention einer Regelmäßigkeit bedarf, wird auch in diesem Jahr in der Zeitspanne der aktiven Zeckensaison eine Kampagne stattfinden- sprich zwischen Mai und Oktober.

Um die Bürger möglichst gut zu erreichen, werden verschiedene Kanäle bespielt. Es werden Broschüren und Plakate verteilt (u.a. bei Allgemeinmedizinern, Dermatologen, Gynäkologen, Jugendbüros, Krankenhäusern, Krankenkassen, ÖSHZ, Pfadfindern, PRT, dem Medienzentrum, Kaleido, Gemeindeverwaltungen, usw.). Aber auch Radiospots werden ausgestrahlt.
Im vergangenen Jahr wurde dem Bürger die Möglichkeit gegeben, sich bei einem öffentlichen Vortrag zu informieren. Auch dies wird erneut in Erwägung gezogen.

Ostbelgien ist und bleibt aufgrund seiner großartigen Landschaft mit vielen Wald- und Wanderwegen ein Gebiet mit potentieller Zeckenbissgefahr. Hinzu kommt, dass milde Temperaturen im Winter das Überleben der Zecken ermöglichen und somit deren Vermehrung begünstigen. Das Risiko eines Zeckenbisses ist jedoch mit einfachen Verhaltensweisen deutlich zu verringern. Somit wird die Hauptbotschaft in der Kampagne weiterhin lauten, dass die Bürger gerne raus gehen und sich bewegen sollen. Jedoch sollen sie darauf achten, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um Zeckenbisse zu vermeiden und insbesondere den gesamten Körper regelmäßig kontrollieren nachdem sie in der Natur waren.

Die positive Resonanz der Bürger und vor allen Dingen die signifikant rückläufigen Zahlen der erfassten Zeckenbisse ermutigten mich dazu die bestehende Sensibilisierungskampagne fortan jährlich zu wiederholen. Die Kontinuität in der Präventionsarbeit ist von sehr großer Bedeutung; denn steter Tropfen höhlt den Stein!

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