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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 3

10. September 2019 – Frage von G. Freches an Ministerin Weykmans bezüglich des Projekts „Wirtschaft macht Schule“

­Wurde in allen 9 Gemeinden den aktuellen Schulschöffen/schöffinen dieses Projekt vorgestellt?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.
 
Frage von Gregor Freches (PFF):
 
Nach 2 Monaten Sommerferien hat in der letzten Woche die Schule wieder für Tausende Schülerinnen und Schüler in Ostbelgien begonnen.
Wie wir am 31. August der Presse entnehmen konnten, wird das Projekt « Wirtschaft macht Schule » im neuen Schuljahr in eine neue Runde gehen.
Wir erinnern:
„Wirtschaft macht Schule“ ist ein gemeinsames Projekt der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der WFG Ostbelgien, der IHK Eupen-Malmedy-St. Vith sowie des Studienkreises Schule & Wirtschaft.
Nach dem erfolgreich geglückten Start im letzten Jahr können Lehrkräfte auch in diesem Schuljahr wieder Berührungspunkte zur wirtschaftlichen Bildung schaffen und Projekte für ihre Schüler buchen.
Das Projekt wurde laut des Presseberichtes sowohl von den Schulen im Norden als auch im Süden der DG angenommen und rund 550 Schüler konnten sich im Schuljahr 18/19 eigenständig und mittels attraktiver Lernerfahrungen ein Bild des Wirtschaftsstandorts Ostbelgien, aber auch der Selbstständigkeit als berufliche Perspektive im Allgemeinen machen.
Insgesamt gab es im vergangenen Schuljahr 38 Anfragen von 11 Schulen. Eine Zwischenbilanz und ein Grundstein, auf den wir aufbauen können.
Ab Herbst soll dann der ausführliche Projektbericht für die Schulen und der Evaluierungsbericht für die Unternehmen folgen.
Die WFG ist einer der maßgeblichen Partner, denn sie stellt eigens einen Projektmanager für die Betreuung des Projektes ab.
Dieser Projektbegleiter sucht nicht nur den Kontakt zu den Unternehmen, sondern hat ebenfalls die Aufgabe, die Schulzentren der Primarschulen der DG für Wirtschaft macht Schule zu begeistern.
 
Meine Fragen nun an Sie, werte Frau Ministerin:
­- Wurde in allen 9 Gemeinden den aktuellen Schulschöffen/schöffinen dieses Projekt vorgestellt?
­- Wenn ja, wie lautet die Resonanz?
 
Antwort von Isabelle Weykmans (PFF), Ministerin für Kultur, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung und ländliche Entwicklung:
 
Sehr geehrter Parlamentarier,
 
Wie Sie in Ihrer Fragestellung bereits erwähnten, JA!, „Wirtschaft macht Schule“ geht in eine neue Runde. Ich bin sehr froh darüber, dass - nach dem ersten Pilotjahr - wir gemeinsam mit den Partnern aus der Wirtschaft dieses Projekt aktiv weiterführen und ausbauen können. Es ist ein Schlüsselelement, um unsere hiesige vielfältige Betriebswelt den Schülerinnen und Schülern näherzubringen.
Im vergangenen Startjahr von „Wirtschaft macht Schule“ hat der Projektleiter alle neun Schulschöffen/-innen in Ostbelgien besucht und das Projekt vorgestellt. Teilweise auch mit Lehrpersonen im Rahmen von schulischen Versammlungen. Immerhin in fünf von neun Gemeinden wurde das Angebot des Schulprogramms im ersten Jahr wahrgenommen.
 
Im Oktober dieses Jahres wird der Projektleiter erneut aktiv auf die Gemeinden zugehen, um so die teilweise neuen Verantwortungsträger zu treffen. Ziel ist es, weiter für das Projekt zu sensibilisieren.
Im Pilotjahr 2018-2019 haben sich die Gemeinden Lontzen, Raeren, Amel und Burg-Reuland noch nicht auf ein Projekt gemeldet, was aber keineswegs problematisch ist, da Pilotprojekte per Definition zuerst einmal anlaufen und sich etablieren müssen. Die Gemeinde Lontzen hat sich bereits für das jetzt startende Projektjahr gemeldet. Sie sehen, es weitet sich aus.
 
Die neuen Kataloge von „Wirtschaft macht Schule“ wurden im August in allen Schulen persönlich verteilt und erste Buchungen sind bereits seitens der Lehrerschaft erfolgt. Zur Resonanz ist eine Einschätzung noch etwas verfrüht, ich komme jedoch gerne zu einem späteren Zeitpunkt mit einem aussagekräftigeren Gesamtbild auf Sie zurück.
Ich gehe davon aus, dass wir noch zwei Jahre brauchen, bis das Projekt in allen Gemeinden angekommen ist. „Wirtschaft macht Schule“ richtet sich flächendeckend an alle Schulen. Ob jedoch in jedem Jahr in allen Gemeinden ein Projekt realisiert wird, wird sich in Zukunft zeigen. Das hängt auch von der internen Schulorganisation oder Schulgröße ab, sodass nicht zwingend jährlich etwas Passendes angeboten wird. Wichtig ist, dass „Wirtschaft macht Schule“ als ein Förderangebot verstanden wird, das sich auf die gesamte Schulkarriere eines Schülers bezieht, da es Angebote von der Primarschule bis zum Ende der Sekundarstufe umfasst und so alle Schüler regelmäßig davon profitieren können während ihrer Schullaufbahn.
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