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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 5

10. September 2019 – Frage von P. Schmitz an Ministerin Weykmans bezüglich der Änderung der juristischen Form der Tourismusagentur Ostbelgien (TAO)

­Welche konkreten Vorteile, bzw. Folgen hat diese Maßnahme?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.
 
Frage von Petra Schmitz (ProDG):
 
Im Grenz-Echo vom 23. Mai 2019 wurde die Arbeit der TAO thematisiert.
So war zu lesen, dass für die Tourismusagentur Ostbelgien (TAO) eine Ära zu Ende gehen würde. Aus der 1986 gegründeten Stiftung (damals noch Verkehrsamt der Ostkantone) würde am 1. Oktober 2019 eine Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht (VOG).
Die juristische Form würde ändern, aber ihrem Auftrag und ihren Zielen bliebe die TAO treu, hieß es in diesem Artikel.
 
Dazu meine Frage:
­Welche konkreten Vorteile, bzw. Folgen hat diese Maßnahme?
 
Antwort von Isabelle Weykmans (PFF), Ministerin für Kultur, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung und ländliche Entwicklung:
 
Sehr geehrter Parlamentarier,
In der Tat ist die Tourismusagentur Ostbelgien aktuell noch eine gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, den Tourismus Ostbelgiens im In- und Ausland zu fördern. Allerdings hat sich in den letzten Jahren herauskristallisiert, dass diese juristische Form der Agentur nicht länger ihrer aktuellen Arbeitsweise entspricht. Daher hat der Verwaltungsrat beschlossen, die Stiftung zum 30.09.2019 aufzulösen und die TAO in eine VoG umzuwandeln. An der Zweckbestimmung soll sich effektiv auch in Zukunft nichts ändern.
 
Diese neue juristische Form der VoG zielt einerseits darauf ab, eine modernere und flexiblere Verwaltungsstruktur zu ermöglichen. Die schwerfälligen Prozeduren der Stiftung, welche zum Teil häufige notarielle Vorgänge und Genehmigung des Justizministers voraussetzten, wurden den rasanten Entwicklungen in der Tourismusbranche überhaupt nicht mehr gerecht.
 
Hauptsächlich allerdings, erlaubt es die Gesellschaftsform der VOG, eine größere Beteiligung der touristischen Akteure zu fördern. Hierbei geht es vor allem darum, den bisher nur passiv als Ideen- und Impulsgeber ohne Entscheidungsbefugnis in die Strategie der Tourismusagentur eingebundenen Privatsektor deutlich aktiver einzubeziehen.
Zu diesem Zweck wird der Privatsektor in Zukunft über die Aktionspläne zur Förderung der Hauptgeschäftsbereiche entscheiden. Somit entsteht eine deutlich engere Einbindung der Haupttourismusakteure, was der TAO die Möglichkeit eröffnet, den Entwicklungen der Branche noch besser gerecht zu werden und die nötigen Impulse zur weiteren Entwicklung des Tourismus in Ostbelgien zu setzen.
 
 
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