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Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 63

10. Juli 2020 – Frage von D. Stiel an Frau Ministerin Weykmans zu Studentenjobs in der DG

Bitte beziffern Sie die Erwerbsquote der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren in der DG von 2014 bis 2020.

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.
 
Frage von Diana Stiel (Vivant), vom 16. Juni 2020:
 
Laut einem Artikel des Grenz-Echo vom 17.01.2020 ist in Belgien die Erwerbsquote in fast allen Alterskategorien schwächer als die der Nachbarländer, doch sei der Unterschied am stärksten bei den Jugendlichen bis 24 und den Älteren über 60 Jahre.
Zudem fällt auf, dass die Erwerbsquote der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren sogar rückläufig ist. Der stellvertretende Vorsitzende des Obersten Beschäftigungsrates, Steven Vanackere, bemerkte, dass belgische Studenten im Vergleich zu Deutschen, Franzosen und Holländern weniger am Arbeitsmarkt teilnehmen. Hierzulande jobben beispielsweise nur 5% parallel zum Studium, während die Beteiligung in Deutschland bei 25% liegt.
Um das System der sozialen Sicherheit bezahlbar zu halten, wären wir darauf angewiesen, die Erwerbsquote der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter zu erhöhen, hieß es im Bericht des Hohen Rates für Beschäftigung.
In einem anderen Artikel des Grenz-Echo vom 11.06.20 ist die Rede von einer neuen Untersuchung, die von Ende März bis Anfang April mit 1500 Studenten von Randstad Research durchgeführt wurde. Daraus geht hervor, dass insgesamt 84 Prozent der Studierenden arbeiten. In Flandern arbeiten 87 % der Studenten, in Brüssel 83 % und in der Wallonie 78 %.
Laut einer Studie von Febelfin bereitet die Corona-Krise vielen belgischen Familien finanzielle Probleme. Selbst junge Menschen sind von den Auswirkungen der Covid-19-Krise auf deren finanzielle Situation betroffen. Febelfin hat in einer Untersuchung in Zusammenarbeit mit der Forschungsagentur Indiville unter 1000 jungen Menschen eine Umfrage gestartet, wie sich die Krise auf das Finanzleben der Jugend auswirkt.
Etwa 45% der jungen Menschen gaben an, dass sie seit der Corona-Krise finanzielle Engpässe zu verzeichnen haben, 41% sagten, dass der Studentenjob abgesagt wurde, 6% wurden vorübergehend arbeitslos, 16% erhalten von ihren Eltern weniger Taschengeld und 12% müssen die eigenen Eltern unterstützen.
Nun wurde hinsichtlich der Studentenjobs wegen der Corona-Krise eine Maßnahme erlassen, die am 1. April in Kraft trat und am 30. Juni 2020 enden soll. Diese sieht vor, dass die während des zweiten Trimesters 2020 von Studenten geleisteten Stunden nicht auf das erlaubte Jahres-Kontingent von maximal 475 Stunden angerechnet werden.
Wir messen den Studentenjob eine enorm hohe Wichtigkeit bei. Sie tragen unter anderem dazu bei, die Armut bei jungen Menschen zu verhindern und ihnen frühzeitig Perspektiven aufzuzeigen.
 
Hierzu lauten meine Fragen an Sie:
1. Bitte beziffern Sie die Erwerbsquote der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren in der DG von 2014 bis 2020.
2. Wie viele Jugendliche in der DG arbeiten neben ihrem Studium? Bitte hier den Zeitraum zwischen 2014 und 2020 beziffern?
3. Aus welchen Schulen der DG stammen die meisten Studenten, die in ihrer Freizeit einer erwerbsbringenden Arbeit nachgehen?
4. Wie sah die Entwicklung der Erwerbsquote von Studenten in der DG von März 2020 bis heute aus?
5. Wie sehen die Zukunftsprognosen in Bezug auf Studentenjobs in der DG aus?
6. Wie gedenken Sie mehr Jugendliche für Studentenjobs zu sensibilisieren?
7. Bitte beziffern Sie das Verhältnis zwischen offenen und ausgeschriebenen Stellen im Bereich Studentenjobs.
8. Liegen Ihnen Angaben dazu vor, in welchen Bereichen arbeitswillige Studenten fehlen?
9. Die Aussagen bezüglich Studentenjobs von Randstad Research und die von Steven Vanackere decken sich nicht. Welche der beiden Aussagen spiegelt den korrekten Sachverhalt in der DG?

Antwort von Isabelle Weykmans (PFF), Ministerin für Kultur, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung und ländliche Entwicklung:
 
siehe Anlage
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