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Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 71

15. September 2020 – Frage von D. Stiel an Frau Ministerin Weykmans zum Thema „O-asen“

Aus welchem Grund wurde ein Designer aus Aachen mit der Schaffung der O-asen beauftragt? Gibt es in Ostbelgien keinen Designer, Schreiner oder Steinmetz, der "ein Sofa aus belgischer Eiche und Blaustein" hätte herstellen können, um den Bezug zur DG besser zu unterstreichen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Diana Stiel (Vivant), vom 13. August 2020:

Als "kleine Attraktionen" betitelt das GrenzEcho in seinem Artikel vom 02.08.2020* die drei "O-asen" im Norden der DG. Sie seien an idyllischen Orten errichtet worden, die typisch für Ostbelgien seien und Ruhepunkte in Verbundenheit mit der Natur bilden sollen. 
Gleichzeitig sei der Kontakt des Besuchers mit der Destinationsmarke "Ostbelgien" gewollt, die seit 2017 mit dem Slogan "Willkommen in Europas kraftvollem Garten" wirbt und diesen mit den O-asen unterstreichen möchte.** 
Vermarktet werden die O-asen vor allem digital: Die Tourismusagentur Ostbelgien (TAO) arbeite hierzu mit dem Kölner Dienstleister www.outdooractive.com*** zusammen, die weltweit führenden Plattform und App für Outdoor-Aktivitäten. Deren jährlicher Preis für den besten Content ging an die TAO und damit 15.000 Euro Preisgeld. 

Zu diesem Thema haben wir folgende Fragen: 
1. Aus welchem Grund wurde ein Designer aus Aachen mit der Schaffung der O-asen beauftragt? Gibt es in Ostbelgien keinen Designer, Schreiner oder Steinmetz, der "ein Sofa aus belgischer Eiche und Blaustein"**** hätte herstellen können, um den Bezug zur DG besser zu unterstreichen? 
2. Wie viel haben die drei bestehenden O-asen gekostet? Bitte eine Auflistung pro O-ase anfügen. 
3. Da es sich um ein Interreg-Projekt handelt, fügen Sie bitte die genaue Auflistung der Zahlungen der DG, der Gemeinden und der EU an. 
4. Wie viele weitere O-asen sind geplant und wann? Wo sind die vorgesehenen Standorte? 
5. Wie hoch ist das Budget für die geplanten O-asen? 
6. Wofür werden die 15.000 EUR Preisgeld genau verwendet? 
7. Auf www.ostbelgientourismus.be und www.ostbelgienlive.be gibt es keine Suchresultate für "O-asen". Wird dies noch zugefügt und wenn ja, wann? 
8. Auf www.ostbelgieninfo.be werden die O-asen noch als "Zukunftsmusik" betitelt. Wann wird dies upgedated? 

Antwort von Isabelle Weykmans (PFF), Ministerin für Kultur, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung und ländliche Entwicklung:

Insgesamt wurden 3 Ausschreibungen im Rahmen des Projektes „O-asen“ lanciert. Da der erste öffentliche Aufruf auf keinerlei Resonanz innerhalb Ostbelgiens stieß, wurden beim zweiten Versuch gezielt ostbelgische, mittelständische Unternehmen kontaktiert und zur Einreichung von Angeboten aufgefordert. Dieser Aufruf musste annulliert werden, da keines der eingereichten Angebote die inhaltlichen und technischen Anforderungen erfüllte. Beim dritten Aufruf wurde der regionale Kreis etwas vergrößert, um das Risiko eines dritten erfolglosen Anlaufes zu minimieren. Das Angebot von Matthias Kohn setzte sich nach einer Gegenüberstellung der Angebote gegen 2 ostbelgische Mitbewerber durch. 
Folglich wurde der Designer Matthias Kohn aus Aachen mit der Schaffung der O-asen beauftragt, nachdem er im Rahmen der o.e. LEADER-konformen Ausschreibung mit dem besten Angebot überzeugen konnte. Der Auftrag lautete „Oasen/Ruhepole zu schaffen und aufzuwerten“, das Konzept der Ostbelgien Couch ist daraufhin aus der Idee des Künstlers entstanden. 
Für die 3 O-asen standen vom Konzept über die Materialkosten bis zur Ausführung insgesamt 40.000,- EUR inkl. MwSt. zur Verfügung. Tatsächlich wurden 39.906,- EUR inkl. MwSt. in etwa gleichen Teilen pro O-ase aufgewendet. Die genaue Aufteilung des Gesamtbudgets lag im Ermessen des Auftragnehmers, da es bei den Dimensionen der einzelnen O-asen standortbedingt zu kleineren Abweichungen kam. 
Die Anteile innerhalb des LEADER-Projektes gliedern sich für die O-asen wie folgt: 
- DG (51,3%): 20.471,78 EUR 
- EFRE (38,7%): 15.443,62 EUR 
- TAO (10%): 3.990,60 EUR 

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine weiteren O-asen geplant. Andere Gemeinden als Raeren, Lontzen und Eupen sind leider in diesem Projekt nicht förderfähig. 
Dennoch sind die Grundlagen (Kriterienkatalog und Konzeptarbeit) allgemein für Ostbelgien gültig und können problemlos auf andere Gemeinden (ohne Förderung) bei Interesse übertragen werden. 
Mit der Gründung einer LAG im Norden „Zwischen Weser und Göhl“ und der bereits seit längerem existierenden LAG im Süden „ 100 Dörfer -1 Zukunft“ können geförderte Kooperationsprojekte oder Projektideen gegenseitig angeregt werden. Momentan liegt aber keine Projektskizze für die Übertragung der Ostbelgien Couch auf andere Gemeinden vor. 
Bei den 15.000,- EUR Preisgeld handelt es sich um zweckgebundene Mittel, die die TAO ausschließlich zur Bewerbung der Destination Ostbelgien über die Online-Plattform von outdooractive aufwenden kann. Diese Mittel kommen somit vollständig unserer Region zugute. Die konkreten Maßnahmen werden voraussichtlich im Jahr 2021 für eine erhöhte Sichtbarkeit Ostbelgiens auf dieser Plattform eingesetzt.

 

* 2020-08-02-GE-Ostbelgien verweist Trentino auf die Plätze.pdf - https://www.grenzecho. 
net/39808/artikel/2020-08-02/ostbelgien-verweist-trentino-auf-die-platze?referer=%2Farchives% 
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** 2020-08-01-BRF-O-asen für Ostbelgien und ein Preis für die TAO.pdf - https://brf.be/regional/1400590/ 
*** https://www.outdooractive.com/de/wanderungen/ostbelgien/wanderungen-in-ostbelgien/23045916/ 
**** 2020-08-02-GE-Ostbelgien verweist Trentino auf die Plätze.pdf - https://www.grenzecho. 
net/39808/artikel/2020-08-02/ostbelgien-verweist-trentino-auf-die-platze?referer=%2Farchives% 
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