Druck Kopfbild

Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 446

2. Dezember 2020 – Frage von E. Jadin an Minister Antoniadis zum Welt-Aids-Tag

Um eine optimale Präventionsarbeit zu leisten: welche Maßnahmen werden aktuell in der DG zur Vorbeugung getroffen und welche Anstrengungen gedenkt die DG weiterhin zu unternehmen, um das Präventionsangebot weiter zu verbessern?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Evelyn Jadin (PFF):

Vor dem Welt-Aids-Tag war in einem GrenzEcho-Artikel vom 26. November 2020 zu lesen, dass Europas führende Gesundheitsinstitutionen späte Diagnosen von HIV-Infektionen an den Pranger stellen und eine verbesserte Teststrategie fordern. Die ECDC-Direktorin Andrea Ammon unterstrich die dringliche Bedeutung einer frühen Diagnostizierung mit der Aussage: „Trotz des aktuellen Fokus auf Covid-19 dürfen wir andere Angelegenheiten der öffentlichen Gesundheit wie HIV nicht aus den Augen verlieren“.
Gleichermaßen dürfen auch andere sexuell übertragbare Krankheiten nicht ignoriert werden. In der DG ist die Aidsprävention Teil eines nachhaltigen Konzeptes zur allgemeinen Sexualaufklärung. Uns ist in diesem Zusammenhang die Arbeit und vor allen Dingen die ganzheitliche Herangehensweise der Arbeitsgruppe „Förderung der sexuellen Gesundheit“, die durch Kaleido-Ostbelgien koordiniert wird, bekannt. Auch mit Partnern wie der Provinz Lüttich wird in diesem Bereich zusammengearbeitet und an einem Strang gezogen. Jedoch existiert bei uns keine spezifische Plattform. 

Meine Fragen nun an Sie, werter Herr Minister: 
- Um eine optimale Präventionsarbeit zu leisten: welche Maßnahmen werden aktuell in der DG zur Vorbeugung getroffen und welche Anstrengungen gedenkt die DG weiterhin zu unternehmen, um das Präventionsangebot weiter zu verbessern?
- Wie konnte die Sensibilisierungsarbeit in Corona-Zeiten fortgeführt werden?

Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales, Raumordnung und Wohnungswesen:

Die Zahl der Menschen mit einer HIV-Infektion in Ostbelgien sind im Vergleich zu der Gesamtsituation in Belgien und in anderen Staaten sehr gering.
Das bedeutet allerdings nicht, dass keine Prävention notwendig ist.
Wegen der Coronapandemie konnten die ursprünglich geplanten Sensibilisierungs-maßnahmen dieses Jahr nicht durchgeführt werden. 
Die seit 2018 initiierte Informationskampagne „Der Feind in deinem Bett“ wurde auf eine Presseinformation beschränkt.
Darüber hinaus hat Kaleido Ostbelgien ein Online-Quiz gestartet, das in den sozialen Medien und in den Schulen beworben wurde.
Animationen in den Schulen können allerdings wegen des Infektionsgeschehens nicht durchgeführt werden. 
Für die Zukunft ist eine Wanderausstellung in deutscher Sprache zur weiteren
Sensibilisierung der Bevölkerung ab dem Alter von 12 Jahren geplant.

Zurück Drucken Teilen