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Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 149

29. März 2021 – Frage von D. Stiel an Herrn Minister Antoniadis zur Maske mit Durchblick

Wird die DG Smile-Masken bei der Firma Weimat beziehen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Diana Stiel (Vivant), vom 19. Februar 2021:

Die Eupener Firma Weimat hat ihre Produktion seit der Corona-Krise von Kunststoffteilen für die Automobilbranche auf Masken umgestellt. Der Umsatz des Kerngeschäfts sei um 30 % eingebrochen und die ungenutzten Kapazitäten werden nun in die Entwicklung und Herstellung von Masken gesteckt.*
In der GrenzEcho-Ausgabe vom 10. Februar ist auch die Rede von Masken als Must-Have und als modisches Accessoire.** Diese Bezeichnung erachten wir als völlig unangebracht, da sie den Aspekt des Maskenzwangs und der Einschränkung camoufliert. Hiermit wird das Maskentragen als neues Mode-Must-Have vermarktet.
Die neueste Ausführung der durchsichtigen Weimat-Maske, die Smile-Maske erbringt zwar den Vorteil, dass Mimik und Lächeln zu sehen sind, was für Gehörlose und vor allem Kindern ein Plus darstellt. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass auch diese Maske eine ständige Gefahr suggeriert, die so nicht gegeben ist. Die Bevölkerung, und vor allem die Kinder leben weiterhin im "Gefahrenmodus", was wiederum zu psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen, Niedergeschlagenheit und Müdigkeit führen kann.
Die Kasseler Psychologin Antje Ottmers erklärt in der Copsy-Studie (Corona und Psyche) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE): "Seit alle in bestimmten Bereichen eine Maske tragen müssen haben die psychischen Auswirkungen massiv zugenommen. Der Mensch wird nicht mehr als Mensch gesehen, sondern als Gefahr wahrgenommen, und eine Gefahr gilt es oftmals zu bekämpfen. Aus meiner Sicht ist der Nutzen der Maske zu vernachlässigen, mit Blick auf den Schaden, den sie in der Psyche anrichtet". Auch wenn es in der Studie vornehmlich um Erwachsene geht, ist anzunehmen, dass Kinder durch das Maskentragen unter ähnlichen oder möglicherweise noch größeren Problemen leiden, zumal sie sich noch in der Entwicklung befinden.***
Trotz Mundschutz in der zweiten Welle konnten weder die "famosen" Infektionszahlen noch die Sterbefälle verringert werden. Daraus ergibt sich für uns die Frage nach dem Nutzen des Tragens von Mund-Nasen-Bedeckungen, die unser Immunsystem schwächen.
Bei den Smile-Masken handelt es sich zudem um FFP2 ähnliche Masken. Das Ein- und Ausatmen mit den FFP2-Masken ist anstrengender, da der Filter einen erhöhten Widerstand darstellt. Diese Anstrengung ist vergleichbar mit dem Atmen durch einen Strohhalm. Zudem wird generell vom Tragen einer FFP2 Maske über einen längeren Zeitraum hinweg abgeraten.****
Darüber hinaus können gesunde Menschen sich bei einer unsachlichen Anwendung aller Masken selbst infizieren.*****

Und hier nochmal ein Auszug aus dem offenen Brief (docsforopendebate) von Ärzten und Fachleuten aus dem Gesundheitsbereich an alle belgischen Behörden und an alle belgischen Medien:
"Unser Arbeitsgesetzbuch (Codex 6) bezieht sich auf einen CO2-Gehalt (Belüftung am Arbeitsplatz) von 900 ppm, maximal 1200 ppm unter besonderen Umständen. Nach dem Tragen einer Maske für eine Minute wird dieser toxische Grenzwert erheblich überschritten, und zwar auf Werte, die drei bis viermal höher sind als diese Höchstwerte. Wer eine Maske trägt, befindet sich also in einem extrem schlecht belüfteten Raum."******
Seit fast 10 Monaten werden uns Masken ohne fundierte wissenschaftliche Gründe verpflichtend auferlegt und für die "Volksgesundheit" als unverzichtbare Maßnahme aufgezwungen, obschon weltweit viele Ärzte vor den Nebenwirkungen des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung warnen.
Laut einem Artikel vom 16.01.21 der Tagesschau sind FFP2 Masken ursprünglich für den Arbeitsschutz gedacht, zum Beispiel um medizinischen Bereich. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz rät daher von der privaten Nutzung ab und das RKI empfiehlt, FFP-2 Masken nur nach " sorgfältiger Abwägung von potentiellem Nutzen und unerwünschten Wirkungen" zu tragen.*******

In Ihrer Funktion als Gesundheitsminister der DG, der für die Prävention zuständig ist, ergeben sich für uns folgenden Fragen an Sie:
1. Wird die DG Smile-Masken bei der Firma Weimat beziehen?
2. Wenn ja, wo werden diese zum Einsatz kommen?
3. Stammen die 1000 durchsichtigen Masken für Gehörlose, die sie in ihrer Funktion als Minister für Gesundheit eingekauft haben, von der Firma Weimat?
4. Wenn ja, haben Sie Rückmeldung von Betroffenen in Bezug auf den Tragekomfort erhalten, wissend dass eine FFP2-Maske für den täglichen Gebrauch umstritten ist?
5. Weshalb werden alle Nebenwirkungen, die durch das Tragen einer Maske entstehen (Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Übelkeit, Atembeschwerden, Nebenhöhlenbeschwerden, Hyperventilation...) auch nach einem Jahr von der Regierung weiterhin ignoriert?
6. Was tun Sie als Minister für Gesundheitsprävention um Eltern zu vermitteln, dass das Tragen von Masken bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen ist, vor dem Hintergrund, dass Hersteller vor der Vermarktung von Masken als Modeartikel mit kindgerechten Motiven keinen Halt machen?

Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:

1) bis 4): Die DG hat noch keine Masken bei der Firma Weimat bestellt. Es ist nicht auszuschließen, dass wir ein derartiges Produkt bestellen. In der Logopädie oder auch bei der Kommunikation mit Gehörlosen gibt es einen Bedarf für unterstützende Maßnahmen. Wir hatten zunächst ein deutlich simpleres Produkt bei der VoG Etranam in der Wallonie bezogen. Es handelt sich nicht um eine FFP2-Maske. Die Rückmeldungen, welche die Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben zu diesem Produkt erhalten hat, waren sehr unterschiedlich. Einige der Gehörlosen waren mit dem damals verteilten Produkt zufrieden, andere wiederum bemängelten, dass, je nach Situation, das durchsichtige Fenster beschlug und die Verständigung sich trotzdem weiterhin als schwierig erwies.
5) Hierzu verweise ich auf die bereits beantworteten schriftlichen sowie mündlichen Fragen zur besagten Thematik. Zuletzt wurde in der mündlichen Frage 487 darauf geantwortet.
6) Masken mit Motiven sind weit verbreitet. Tatsache ist aber, dass die rechtlichen Grundlagen vorgeben, welche Zielgruppe zu welcher Gelegenheit eine Maske tragen soll. Die offiziellen Richtlinien werden auch in der DG seitens der Regierung kommuniziert. Ob darüber hinaus eine Maske getragen wird, liegt in der Eigenverantwortung der Eltern.

 

* GrenzEcho - Maske mit Durchblick_ Eupener Unternehmen bringt „Smile“-Maske auf den Markt - https://www.grenzecho.net/50003/artikel/2021-02-10/maske-mit-durchblick-eupener-unternehmen-bringtsmile-maske-auf-den-markt 
** Ebd. 
*** Lernen aus Corona-FAQ_ Ansteckungsgefahr durch Kinder - https://www.lernen-aus-corona.de/faqansteckungsgefahr-durch-kinde/ 
**** SWR Wissen - FFP2-Masken zum Schutz von Risikogruppen - https://www.swr.de/wissen/ffp2-maskencorona-pandemie-100.html 
***** BfArM - Empfehlung zur Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen - https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html  
****** Docs4opendebate - https://docs4opendebate.be/de/offener-brief/ 
******* Tagesschau - Masken wieder verwenden - https://www.tagesschau.de/faktenfinder/ffp2-maskenwiederverwenden-105.html  

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