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Fragen und Antworten

22. Februar 2018 – Frage von M. Niessen an Minister Mollers zum Zugang zur Lehre für Auszubildende über dreißig Jahren

Wer sich in einem mittelständischen Lehrberuf ausbilden lassen möchte, der hat dazu in Ostbelgien nur bis zum Erreichen des 30. Lebensjahres die Möglichkeit. Wer älter ist, hat Pech gehabt. n den vergangenen Monaten wurde mehrmals öffentlich gefordert, diese Altersbeschränkung aufzuheben. Auch ECOLO befürwortet seit Jahren, dass die Mittelständische Ausbildung endlich auch für Lehrlinge über 30 Jahren zugänglich wird. Im Rahmen der Haushaltsdebatte und der Themendebatte zur Beschäftigungspolitik haben sich mit PFF, ProDG und ECOLO bisher drei Fraktionen ganz ausdrücklich für die Lehre über dreißig ausgesprochen. Darum meine Fragen an Sie, Herr Minister: Arbeitet die Regierung aktuell daran, die Altersbeschränkung für die Mittelständische Ausbildung aufzuheben? Ist damit zu rechnen, dass diese Änderung schon mit dem Start des neuen Ausbildungsjahres greift, damit die ersten Lehrlinge über dreißig im September 2018 eine Ausbildung beginnen können? Welche Hürden stehen dem im Wege?

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22. Februar 2018 – Frage von G. Freches an Minister Mollers zur Anzahl suspendierter Lehrer in Ostbelgien

Jahr für Jahr werden immer mehr Lehrer in Flandern vom Dienst suspendiert. Laut dem Jahresbericht der Agentur für Bildungsdienstleistungen wurde ein Höhepunkt im Schuljahr 2015-2016 erreicht, mit einer Gesamtzahl von 138 Suspendierungen. So unscheinbar diese Anzahl bei insgesamt 185 000 Lehrern in Flandern auch erscheinen mag, so verbirgt sich dahinter doch ein deutlicher Trend. Innerhalb von 4 Jahren hat sich die Anzahl der in Flandern suspendierten Lehrer nicht nur verdoppelt, nein – immer öfter greifen flämische Schulen auf das Instrument einer Suspendierung zurück. Die Gründe für den erzielten Rekordwert sind ungewiss und unklar – dennoch handelt es sich in 95 Fällen um präventive Suspendierungen. Meine Frage nun hierzu: Wie sieht der Stand der Dinge bezüglich der in Ostbelgien suspendierten Lehrer aus?

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22. Februar 2018 – Frage von G. Freches an Minister Mollers zur Schulverweigerung in Ostbelgien

Kein Bock auf Schule - das kommt uns allen bekannt vor. Nichtsdestotrotz herrscht bei uns in Belgien Schulpflicht. Alle Kinder sind gesetzlich verpflichtet, ab dem 6. Lebensjahr zur Schule zu gehen und bis zu einem Alter von 18 Jahren einem Unterricht zu folgen. Wenn Schüler aber nun entschieden und nachdrücklich Schule und Lehrer ablehnen und es zu einer sogenannten Schulverweigerung kommt, schrillen die Alarmglocken. Oftmals wird die Verweigerungshaltung erst spät bemerkt, was eine Wiedereinführung in das Schulsystem nicht gerade erleichtert. Klar ist, dass das dauerhaft unentschuldigte Fernbleiben vom Unterricht ein gravierendes Problem darstellt, welches den eingeschlagenen Bildungsweg, ja die Zukunft der Kinder und Jugendliche direkt aufs Spiel setzt. Am 9. Februar 2018 berichtete das ARD-Morgenmagazin über ein interessantes Projekt der Caritas-Hamm, welches Schulverweigerer wieder zurück in die Schule führt. Ziel des Projektes „Return – die 2. Chance“ ist es, schulmüde Kinder und Jugendliche zum regelmäßigen Schulbesuch zu bewegen und sie wieder in den Schulalltag zu integrieren. Meine Fragen nun hierzu: Wie geht man in Ostbelgien mit der Thematik Schulverweigerung um? Wie viele Schulverweigerer gibt es in ganz Ostbelgien? Wie werden Schulverweigerer in Ostbelgien aufgefangen?

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21. Februar 2018 – Frage von R. Nelles an Minister Antoniadis zur künftigen Regelung der Reha-Maßnahmen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Vereinfacht ausgedrückt sorgt die medizinische Rehabilitation dafür, dass Menschen mit möglichst wenig Einschränkungen wieder am gesellschaftlichen oder beruflichen Leben teilnehmen können. Durch die 6. Staatsreform ist die Organisation der sog. weiterführenden Rehamaßnahmen an die Gliedstaaten übergegangen. […] Wie die Rehabilitation künftig geregelt wird und welchen Besonderheiten die Deutschsprachige Gemeinschaft gegenübersteht ist bislang nicht klar – auch wenn die Arbeitsgruppe „Gesundheit“ der DG sich in mehreren Sitzungen mit dem Thema auseinandersetzte. Wissend, dass viele Rehabilitationsfälle aus der DG bisher in Deutschland behandelt werden, dürfte insbesondere darauf zu achten sein, dass diese Pflege- resp. Versorgungsleistungen abgesichert bleiben. Unklar ist ferner, wie hoch die finanziellen Belastungen für die DG in dieser Akte sein werden und um wieviel Patienten es durchschnittlich pro Jahr geht. Daher meine Frage: Wie ist der Stand der Dinge hinsichtlich der im Jahr 2019 auszuübenden Zuständigkeit im Reha-Bereich durch die Deutschsprachige Gemeinschaft?

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