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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 12

12. September 2019 – Frage von P. Schmitz an Minister Mollers bezüglich der Online-Umfrage zum Unterrichtswesen

­Ab wann rechnen Sie mit konkreten Ergebnissen zu dieser Umfrage und wie gedenken Sie das Parlament bei diesem Prozess, also z.B. auch der Erstellung der Gesamtvision, einzubinden.

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht.

Frage von Petra Schmitz (ProDG):
 
In der Deutschsprachigen Gemeinschaft soll eine Gesamtvision für das Unterrichtswesen erarbeitet werden, damit das Bildungswesen auch für die Zukunft bestmöglich aufgestellt ist.
In diesem Rahmen wird zur Zeit eine Online-Umfrage durchgeführt, die Ende August gestartet ist und bis zum 22. September ausgefüllt werden kann.
 
Meine Frage dazu:
­- Ab wann rechnen Sie mit konkreten Ergebnissen zu dieser Umfrage und wie gedenken Sie das Parlament bei diesem Prozess, also z.B. auch der Erstellung der Gesamtvision, einzubinden.

Antwort von Harald Mollers (ProDG), Minister für Unterricht, Ausbildung, Kinderbetreuung und Erwachsenenbildung:
 
Sehr geehrter Frau Vorsitzende,
Werte Kolleginnen und Kollegen,
 
die Online-Umfrage zum Bildungswesen wird bis zum 22. September im Rahmen der Diagnosephase, also der ersten Phase des Projekts Gesamtvision, durchgeführt.
Die Ergebnisse werden durch das beauftragte Experten-Team des VDI Technologiezentrums bis Anfang Oktober quantitativ und qualitativ ausgewertet und aufbereitet.
Anhand der Umfrageergebnisse werden die Stärken und Schwächen des Bildungssystems in Ostbelgien identifiziert.
Im Laufe der Monate Oktober und November werden diese Ergebnisse, im Rahmen von mehreren Diskussionsforen, mit rund 200 relevanten Bildungsakteuren diskutiert.
Ziel dieser Workshops ist es, anhand der Stärke-Schwächen-Analyse konkrete Handlungsfelder auszuarbeiten und nach Relevanz und Dringlichkeit zu priorisieren.
Zu den relevanten Bildungsakteuren, die in diesen Beteiligungsprozess eingebunden werden, zählen u.a. die Schulschöffen der Gemeinden, die Schulleitungen, die Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter, Vertreter der Gewerkschaften, der mittelständischen Aus- und Weiterbildung, der Wirtschaft, des Arbeitsamtes und der Autonomen Hochschule sowie Vertreter von KALEIDO und außerschulischer Bildungsanbieter.
Anschließend sind für Anfang Dezember zwei Veranstaltungen in Eupen und St. Vith zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit der Öffentlichkeit geplant.
Neben den inhaltlich aufbereiteten Umfrageergebnissen werden in diesem Rahmen die konkretisierten Handlungsfelder vorgestellt und im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter ausgearbeitet.
Zum Abschluss der Diagnosephase wird das VDI Technologiezentrum bis zum Januar 2020 die Analyseergebnisse und die Empfehlungen und Ideen des breit angelegten Beteiligungsprozesses in einem Ergebnisbericht zusammenfassen.
Der Ergebnisbericht, der ein authentisches und aktuelles Bild zum Bildungswesen in Ostbelgien vermitteln soll, bildet dann die Grundlage für die Entwicklung einer Gesamtvision, die 2020 in einer zweiten Projektphase ausgearbeitet werden soll.
Natürlich sind auch die Abgeordneten herzlich eingeladen, an den Veranstaltungen im Rahmen des Beteiligungsprozesses teilzunehmen.
Darüber hinaus werden wir schon bald Gelegenheit haben, über die Ergebnisse der Online-Umfrage zu diskutieren, wenn VDI Technologiezentrum die Resultate Anfang Oktober im Ausschuss III präsentieren wird.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn dieser Austausch regelmäßig, also in den verschiedenen Phasen des Prozesses, fortgeführt würde.
 
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
 
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