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Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 160

22. April 2021 – Frage von D. Stiel an Herrn Minister Antoniadis zur Impfung von Kindern und Jugendlichen

Wie stehen Sie zu der Impfung von Kindern und Jugendlichen? Haben Sie sich dazu schon Ihre Gedanken gemacht und sich darüber informiert?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Diana Stiel (Vivant), vom 16. März 2021:

Unlängst wurde Premierminister Alexander De Croo in der Sendung "Karrewiet" im Kinder- und Jugendsender KETNET von einem zehnjährigen Kind zur Corona-Impfung befragt. Laut seinen Aussagen, sollten auch Kinder geimpft werden. Zunächst wären zwar die Risikogruppen und die älteren Menschen dran, jedoch würden schlussendlich auch Kinder geimpft.*
Es heißt, dass die Hersteller der bisher zugelassenen Impfstoffe an Studien mit Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und sechzehn Jahren arbeiten. Die ersten Ergebnisse seien recht positiv.**
Darüber hinaus wurden bereits Sechzehnjährige geimpft, die in Wohn- und Pflegezentren ein Praktikum absolvieren.***
Wir stehen diesem Vorhaben äußerst kritisch gegenüber. Fakt ist, dass Kinder und Jugendliche selten an Corona erkranken oder der Krankheitsverlauf sehr milde verläuft. Warum sollte man die Kinder und jungen Menschen einer Gefahr eines völlig unerforschten Impfstoffes aussetzen, dessen Langzeitfolgen unbekannt sind und der genmanipuliertes Material enthält? Das ist in unseren Augen ethisch nicht vertretbar und kommt einer Körperverletzung gleich.

Des weiteren gibt es keine Studie, die belegt, dass Geimpfte nicht auch ansteckend sind.
In Ihrer Funktion als Gesundheitsminister, der für die Prävention zuständig ist, haben wir folgende Fragen an Sie:
1. Wie stehen Sie zu der Impfung von Kindern und Jugendlichen? Haben Sie sich dazu schon Ihre Gedanken gemacht und sich darüber informiert?
2. Werden Sie mit einer Werbekampagne die Impfung der Kinder und Jugendlichen anpreisen und die Eltern sensibilisieren, ihre Kinder impfen zu lassen?
3. Welcher Impfstoff ist für die jungen Menschen vorgesehen?
4. Wie viele Jugendliche zwischen sechzehn und achtzehn Jahren, die als Praktikant im Pflegesektor der DG arbeiten, wurden bereits geimpft?
5. Welche Studien liegen Ihnen in dem genannten Zusammenhang bereits vor? Wie sehen die Ergebnisse aus? Bitte lassen Sie uns die Studien zukommen.
6. Will man sich ausschließlich auf die Studien der Hersteller verlassen? Sollten hier nicht besser unabhängige Langzeitstudien erfolgen?

Antwort von Antonios Antoniadis (SP), Minister für Gesundheit und Soziales:

Es gibt Studien, die den Einsatz für Menschen unter 18 Jahren untersuchen. Danach wird es eine Prüfung der Ergebnisse durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) geben und gegebenenfalls eine Zulassung aussprechen oder eben nicht. 
Es ist denkbar, dass der Hohe Rat für Gesundheit sich ebenfalls hierzu positionieren wird.
Auf Basis der wissenschaftlichen Empfehlungen wird die interministerielle Konferenz die Impfstrategie des Landes anpassen.
Bisher wurden in der Deutschsprachigen Gemeinschaft 7 Personen unter 18 Jahren, die in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen tätig waren, geimpft.


* DE STANDAARD: De Croo_ ‘Ook kinderen krijgen vaccin’ - https://www.standaard.be/cnt/dmf20210311_95606483􀀀 
3 Ebd. 
4 Ebd.  

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