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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 740

10. Juni 2021 – Frage von A. Jerusalem an Ministerin KLINKENBERG zum ZAWM St. Vith

Was können sie am heutigen Tage zu den personellen Perspektiven in Verwaltung und Direktion des ZAWM St. Vith sagen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Andreas Jerusalem (Ecolo):

Am 19. Mai berichtete das GrenzEcho über die Situation des ZAWM St. Vith. Das Zentrum, das bis dato pädagogisch und finanziell auf stabilen Beinen steht, erlebt in den letzten Wochen und Monaten einige personelle Unruhen. 
Außerdem wirft die Verwaltungsfusion ihre Schatten voraus. Mit dem Weg dorthin, so ist der Berichterstattung zu entnehmen, scheinen aber zumindest Teile des Personals nicht einverstanden zu sein. Offenbar fehle der konstruktive Dialog zwischen der Taskforce und dem Verwaltungsrat auf der einen und dem unterrichtenden Personal und Teilen der Verwaltung auf der anderen Seite. Es ist sogar die Rede davon, dass mehrere Lehrkräfte in Erwägung ziehen, im kommenden Schuljahr nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Auch von Langzeitkranken in der Verwaltung wird berichtet. Außerdem werden bis Ende September keine Weiterbildungen mehr angeboten.
Dennoch unterstrichen alle Beteiligten, mit dem eigentlichen Prozess der Verwaltungsfusion einverstanden zu sein - Uneinigkeit herrscht demnach nur über das “Wie”. 
Ziel dieser Frage ist es deshalb, den Blick nach vorne zu richten: Für die duale Ausbildung steht ein richtungsweisender Prozess bevor, der auf ein solides Fundament gebaut werden sollte. Um das zu bewerkstelligen müssen alle Beteiligten am gemeinsamen Ziel einer erfolgreichen Fusion der Verwaltungen der beiden ZAWM arbeiten - und in diesem Prozess wird Ihr Kabinett, Frau Ministerin, gewiss eine Rolle spielen. 

Daher habe ich folgende Fragen:
- Was können sie am heutigen Tage zu den personellen Perspektiven in Verwaltung und Direktion des ZAWM St. Vith sagen?
- Werden, wie im Bericht erwähnt, ab Ende September wieder Weiterbildungen angeboten?
- Wie schreitet der Prozess der Fusion der Verwaltungen der beiden ZAWM voran?

Antwort von Lydia Klinkenberg (ProDG), Ministerin für Unterricht, Ausbildung, Kinderbetreuung und Erwachsenenbildung:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte an dieser Stelle auf die heutige Pressekonferenz verweisen, in der die Mitglieder der Task Force, die den Prozess der Fusion der beiden ZAWM im Auftrag ihrer Verwaltungsräte und Generalversammlungen umsetzen, die Presse über den Stand der Dinge informiert haben.

Es sind Lösungsansätze für die personellen Engpässe in der Ausarbeitung und teilweise auch schon in der Umsetzung. Dies geschieht in enger Konzertierung zwischen den Verantwortlichen der beiden ZAWM (Direktoren und Verwaltungsratsmitglieder) und den Verantwortlichen des IAWM sowohl in Bezug auf das Ende des aktuellen Ausbildungsjahres als auch mit Blick auf die Vorbereitungen für das kommende Ausbildungsjahr.

Oberstes Ziel ist das erfolgreiche Beenden des aktuellen Ausbildungsjahres, insbesondere der Prüfungen. Hier werden die Kräfte aller Beteiligten gebündelt. 

Aktuell arbeiten die genannten Verantwortlichen an einem Konzept zur Einbindung der Personalmitglieder. Über eine externe Begleitung und einen angeleiteten Prozess werden die Personalmitglieder eingeladen, die Zukunft des ZAWM mitzugestalten. 

Das sich dem Ende neigende Ausbildungsjahr 2020-2021 wurde genutzt, um formal-juristisch und finanziell die Verschmelzung der Zentren vorzubereiten und diese in einem notariellen Akt im Juni 2021 zu beschließen. Wie schriftlich bereits mehrfach an die Personalmitglieder kommuniziert, wird das Ausbildungsjahr 2021-2022 in Bezug auf die Lehrtätigkeit in der Lehre, den Meister- und Bachelorkursen nicht von der Fusion tangiert, d.h. es läuft alles wie in den vergangenen Jahren.

Es werden weiterhin auch vom und am Standort St. Vith Weiterbildungen angeboten werden. Auch werden zurzeit alle Weiterbildungen, die bereits geplant waren, auch durchgeführt.

Bis Ende 2021 sind die Abteilungen Weiterbildung (ein Angebot, eine Personalstruktur) und Verwaltung, d.h. Buchhaltung, Personalwesen mit einem Sozialsekretariat und einer Software, zusammenzulegen. In der Buchhaltung wird bereits sehr eng zusammengearbeitet und auch verschiedene andere Verwaltungsverfahren sind bereits gemeinsam abgestimmt worden.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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