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Fragen und Antworten

Schriftliche Frage Nr. 174

23. Juli 2021 – Frage von D. Stiel an Frau Ministerin Weykmans zu Mährobotern

Der BRF berichtet am 2.6.2021 von einem geplanten Nacht-Roboter-Mähverbot in der Wallonie. Aus dem Bericht geht allerdings nicht hervor, wann das voraussichtlich umgesetzt wird.

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Diana Stiel (Vivant) vom 11. Juni 2021:

In einem Artikel vom 25.05.2021 berichtete das Grenz-Echo von den verheerenden Folgen, die private Mähroboter für Igel und andere nachtaktive Kleintiere haben können, wenn diese auch nachts aktiviert werden. Immer mehr Igel werden mit Skalpierungen oder anderen Schnittverletzungen in der Pflegestation Mürringen abgegeben. Auch die Anzahl Tiere, die direkt vor Ort oder später an ihren Verletzungen sterben, wird als hoch eingeschätzt.
Es wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass der Gebrauch von Fadenmähern und Tellersensen für die Tiere genauso gefährlich sein kann und die zu mähende Fläche vor dem Mähen unbedingt abgesucht werden sollte.
Grundsätzlich sei ein naturnah gestalteter Garten mit ungemähten Flächen eine Bereicherung für die Tierwelt, die ihre Bedürfnisse in gemähten, "sauberen" Gärten zunehmend weniger erfüllt sieht.*
Der BRF berichtet am 2.6.2021 von einem geplanten Nacht-Roboter-Mähverbot in der Wallonie.** Aus dem Bericht geht allerdings nicht hervor, wann das voraussichtlich umgesetzt wird. Einige wallonischen Gemeinden sollen, dem BRF zufolge, ein solches nächtliches Mähverbot schon eingeführt haben.
Der Vivant-Fraktion liegt der Tierschutz besonders am Herzen. So ist eines unserer Anliegen, Tierleid zu vermindern, ein Beispiel dafür ist die Weideschlachtung, für die wir uns bereits seit Anfang des Jahres 2018 einsetzen. Gerade für unsere ländliche Region wünschen wir uns mehr Akzente der DG-Regierung, um das Leben aller Tiere zu verbessern.
Auch wenn der Tierschutz in seiner Gesamtheit nicht in die Zuständigkeiten der DG fällt, werden Tierheime seitens der Gemeinschaft gefördert.

Antwort von Isabelle Weykmans (PFF), Ministerin für Kultur, Beschäftigung, Wirtschaftsförderung und ländliche Entwicklung:

Der deutsche Fernsehmoderator, Arzt, Zauberkünstler, Kabarettist, Comedian, Klimaschutzaktivist und Schriftsteller, Dr. Eckart von Hirschhausen beschäftigt sich vielfältig mit dem Klima-, Gesundheits- und Naturschutz. In seinem aktuellen Buch „Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben“ berichtet er von seiner Begegnung mit der berühmten Schimpansen-Forscherin, Jane Goodall. Die Forscherin fragte ihn bei einem Interview, warum die Menschen ihr eigenes Zuhause zerstören würden, wo sie doch eigentlich die schlaueste Kreatur auf diesem Planeten seien.
Verstehe ich die rhetorische Frage von Frau Goodall richtig, scheint die Variante, es klüger und gesünder hinzubekommen, durchaus möglich zu sein. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die jeden Einzelnen betrifft.
Zu Ihren Fragen. Ich habe keine Rückmeldungen der Tierheime.
Die zuständige wallonische Behörde sowie die zuständigen Gemeinden machen Sensibilisierungskampagnen und sprechen Mähverbote aus.

Union des Villes et des Communes : 
Communes : Agissez pour éviter le massacre des hérissons ! (uvcw.be) 
Dazu verweise ich auf die regionale Berichterstattung und die entsprechende wallonische Gesetzgebung.


* 2021-05-25-GE-Rasenroboter nachts ausschalten.pdf - https://www.grenzecho.net/36467/artikel/2020-05-25/appell-der-pflegestation-murringen-rasenroboter-nachts-ausschalten 
** 2021-06-02-BRF-Wallonie plant Nacht-Roboter-Mähverbot - https://brf.be/regional/1492492  

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