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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 771

9. September 2021 – Frage von A. Jerusalem an Ministerin KLINKENBERG zu den vom Hochwasser betroffenen Unterrichtseinrichtungen

Welche Unterrichtseinrichtungen in Ostbelgien sind vom Hochwasser betroffen?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Andreas Jerusalem (Ecolo):

Im Allgemeinen kann man wohl sagen, dass die Unterrichtseinrichtungen in Ostbelgien ziemliches Glück gehabt haben und unseres Wissens nach nur vereinzelt vom Hochwasser betroffen waren. 
Schlimm erwischt hat es das Kompetenzzentrum in Eupen. Nicht nur die Räumlichkeiten waren betroffen, sondern auch die Unterrichts- und Arbeitsmaterialien. Das ist für die Angestellten ein harter Schlag, da sie diese jahrelang erarbeitet, angepasst und professionalisiert haben. 
Wir wollen uns gerne einen konkreten Überblick über die Situation in Ostbelgien machen und prüfen, ob Unterrichtseinrichtungen vonseiten der Politik die Unterstützung erhalten, die sie brauchen. 

Aus diesem Grund habe ich folgende Fragen an Sie, Frau Ministerin:
-­ Welche Unterrichtseinrichtungen in Ostbelgien sind vom Hochwasser betroffen? 
­- Welche Schäden sind entstanden? 
­- Welche schnellen und langfristigen Unterstützungen sind für diese Einrichtungen unternommen worden, bzw. stehen noch bevor?

Antwort von Lydia Klinkenberg (ProDG), Ministerin für Unterricht, Ausbildung, Kinderbetreuung und Erwachsenenbildung:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Hochwasserschäden in den Unterrichtseinrichtungen halten sich tatsächlich glücklicherweise in Grenzen. Das Gebäude der Musikakademie in Eupen erlitt leichte Schäden durch das Hochwasser. Da das Wasser in der Kanalisation durch den Pegelanstieg nicht ablaufen konnte, wurde das Kellergeschoss durch den Rückstau kurzzeitig unter Wasser gesetzt. Dabei wurden Lüftung und Heizung leicht in Mitleidenschaft gezogen, was durch Abtrocknen und einen Filterwechsel behoben werden konnte. Am Fahrstuhl entstanden Reparaturkosten in Höhe von 5.000 EUR.
Am schlimmsten wurde das Kompetenzzentrum des Zentrums für Förderpädagogik getroffen. Es wurde völlig zerstört und ist unbewohnbar. Der Fachbereich Infrastruktur konnte passende Räumlichkeiten finden, die dem Kompetenzzentrum eine langfristige Bleibe sichern. Der Infrastrukturdienst hat zusammen mit anderen Fachbereichen des Ministeriums die notwendige Ersatzausstattung inklusive EDV-Material angeschafft. Wir stehen in ständigem Kontakt mit dem Zentrum für Förderpädagogik, um zu helfen und zu unterstützen, wo wir können.
Seitens der anderen Schulträger sind keine Hilferufe bei uns eingetroffen. 

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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