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Fragen und Antworten

Mündliche Frage Nr. 815

7. Oktober 2021 – Frage von A. Mertes an Ministerin KLINKENBERG zur Impfkampagne an den Schulen der DG

Wie stehen Sie zum Einsatz von Impfbussen bzw. mobilen Teams an Schulen, wie es Frau Caroline Désir angekündigt hat?

Die nachfolgend veröffentlichte Frage und die Antwort entsprechen den hinterlegten Originalfassungen. Die endgültige Version ist im Bulletin für Interpellationen und Fragen (BIF) veröffentlicht. 

Frage von Alain Mertes (Vivant):

Ihre Kollegin, Frau Ministerin Caroline Désir, der Fédération Wallonie-Bruxelles, hatte im August diesen Jahres in einem Interview in der Fernsehsendung RTL INFO über den Einsatz von Impfbussen an Schulen in Brüssel gesprochen. Eine weitere Möglichkeit sah sie in mobilen Teams, die zu den Schulen fahren. Hintergrund sei die geringe Impfrate in der Region Brüssel.

Die Bildungsministerin wies darauf hin, dass dies vielleicht eine Möglichkeit wäre Familien und Teenager zu erreichen, sowie deren Fragen zu beantworten.

Nun haben uns besorgte Eltern kontaktiert, da sie befürchten, dass bei solchen Aktionen keine tiefgründige und korrekte Aufklärung über die Nebenwirkungen stattfindet. Sie möchten wissen, ob die DG eine Impfkampagne, sei es durch Kaleido, den Einsatz von Impfbussen oder anderen mobilen Teams, an den Schulen der DG plant.

Wie Sie aus unseren diversen Stellungnahmen im Parlament wissen, stehen wir der Corona-Impfung kritisch gegenüber. Was die Kinder und Jugendlichen betrifft, so zeigen die Zahlen von Sciensano bis heute, dass diese statistisch so gut wie gar nicht von der Krankheit betroffen sind. Nach Meinung vieler Wissenschaftler sind sie zudem kaum an der Verbreitung des Virus beteiligt. Ein Nutzen ist somit quasi nicht vorhanden aber das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen bleibt.

Insofern können wir die Vorgehensweise von Ministerin Caroline Désir nicht nachvollziehen.

Und deshalb habe ich folgende Fragen an Sie:

-­ Wie stehen Sie zum Einsatz von Impfbussen bzw. mobilen Teams an Schulen, wie es Frau Caroline Désir angekündigt hat?
­- Planen Sie eine Intensivierung der Impfkampagne an den Schulen der DG?
­- Planen Sie den Einsatz von Impfbussen oder mobilen Teams an Schulen der DG?


Antwort von Lydia Klinkenberg (ProDG), Ministerin für Unterricht, Ausbildung, Kinderbetreuung und Erwachsenenbildung:

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wie Sie wissen, ist die Impfquote in Ostbelgien verglichen mit der in den anderen Gemeinschaften, auch bei den Jugendlichen, niedrig. In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen beträgt der Anteil der vollständig Geimpften in Flandern 82%, in der Wallonie 58 % und in Ostbelgien 49 %. 
Grundsätzlich stehe ich dem Einsatz mobiler Impfteams an unseren Schulen daher positiv gegenüber. 

Selbstverständlich würde die Impfung erst nach gründlicher Aufklärung erfolgen und in den Altersgruppen, in denen das Einverständnis der Eltern erforderlich ist, nur dann verabreicht werden, wenn das schriftliche Einverständnis der Eltern vorliegt. 

Impfungen gehören, wie Sie sicher wissen, auch jetzt schon zu den schulmedizinischen Dienstleistungen, die Kaleido anbietet. Derzeit ist keine aufsuchende Impfung in den Schulen geplant. In der zweiten Oktoberhälfte finden Gespräche zwischen Kaleido und dem Fachbereich Gesundheit des Ministeriums statt, um die Möglichkeit der Impfung an den Schulen zu erörtern. Hierbei spielt nicht zuletzt der personelle Aspekt eine wesentliche Rolle. Ob die Impfungen bereits in diesem Schuljahr oder erst im nächsten Schuljahr über Kaleido in den Schulen angeboten werden, wird ebenfalls Gegenstand der Diskussion sein. 

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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